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Kontraktlogistik (3PL)

Kontraktlogistikdienstleister (3PL-Dienstleister) gehören zu den ausdrücklich definierten Zielsegmenten für den J1600. Insbesondere kleinere 3PL-Dienstleister stehen bei der Automatisierung vor einem strukturellen Problem: Ihre Lagerlayouts, Kunden und Artikelstrukturen ändern sich zu häufig für Systeme mit hohem Infrastrukturaufwand. Gleichzeitig schmälert der Personalaufwand für wiederholte Palettentransporte ihre Margen – genau der Aufwand, den Automatisierung reduziert.

Die Herausforderung für 3PL-Dienstleister

Ein 3PL-Lager ist selten dauerhaft unverändert. Kundenverträge beginnen und enden, Lagerzonen werden neu zugewiesen, temporäre Puffer entstehen und verschwinden, und die Artikelstruktur ändert sich mit der Saison jedes Kunden. Herkömmliche Automatisierungslösungen setzen stabile Prozesse voraus und amortisieren sich über Jahre unveränderten Betriebs – dazu passt die Kontraktlogistik schlecht. Manuell bediente Hubwagen bleiben flexibel, binden jedoch Arbeitszeit des Bedienpersonals durch Lauf- und Fahrwege.

So passt der J1600

Das Dual Mode-Konzept erhält die Flexibilität und entlastet das Bedienpersonal von den Fahrwegen:

  • Umkonfiguration durch das Bedienpersonal statt durch Fachingenieure. Wenn die Lagerzone eines Kunden verlegt wird, fährt das Bedienpersonal den J1600 zur neuen Position und tippt auf Position speichern. Damit ist der Transportablauf aktualisiert – ohne Automatisierungsspezialisten, Programmieraufwand oder separate Kartierung.
  • Mehrpunkt-Cross-Docking. Gespeicherte Positionen lassen sich frei kombinieren. Dadurch können Paletten zwischen vielen Quell-Ziel-Relationen transportiert werden, ohne jede Relation einzeln einzulernen.
  • Zwischenlagerung nach Bedarf. Kurzzeitig benötigte Pufferpositionen lassen sich innerhalb weniger Minuten einrichten und ebenso einfach wieder entfernen.
  • Manueller Betrieb dort, wo er erforderlich ist. Lkw-Entladung, gemischte oder instabile Kundenladungen und stark frequentierte Verladerampen bleiben unter Kontrolle des Bedienpersonals. Über die Deichsel kann es die Steuerung sofort übernehmen.

Wirtschaftlichkeit für kleinere 3PL-Dienstleister

Der J1600 richtet sich an Einschichtbetriebe, in denen etwa ein bis fünf Personen Hubwagen bedienen. In dieser Größenordnung ist ein vollständiges Automatisierungsprojekt (das bei einem vollständig integrierten System rund 1 Million € erreichen kann) meist nicht finanzierbar. Der Listenpreis des J1600 beträgt 65.000 €. Er kann innerhalb weniger Stunden bis zu einem Tag in Betrieb genommen werden und erfordert etwa 30 Minuten Bedienerschulung. Mit einem kostenpflichtigen zweiwöchigen Test für 4.000 € kann ein 3PL-Dienstleister einen konkreten Kundenprozess vor der Kaufentscheidung prüfen. Siehe ROI-Beispiele.

Skalierung bei wachsendem Geschäft

Ein 3PL-Dienstleister kann mit einem Roboter in einem Transportablauf beginnen. Dafür sind weder WLAN noch eine Systemintegration erforderlich. Bei wachsendem Volumen ergänzt Advanced software die Interoperabilität über VDA 5050, eine REST API und den Fleet Manager. So kann der J1600 über ein kompatibles übergeordnetes Flottenmanagementsystem in eine herstellerübergreifende Flotte eingebunden werden.

Kompatibilität mit unterschiedlichen Ladungsträgern

Unterschiedliche Kunden verwenden unterschiedliche Ladungsträger. Der J1600 handhabt EPAL-Europaletten, EPAL 3, EPAL 6, GMA-Paletten mit offenem Unterbau, offene Gitterboxen und andere mit Gabeln unterfahrbare Ladungsträger mit offenem Unterbau innerhalb eines Hüllmaßes von 1.250 × 1.250 mm und mit einer Tragfähigkeit von 1.600 kg. Die Beurteilung ungewöhnlicher oder instabiler Kundenladungen bleibt beim Bedienpersonal – siehe Automatisierung mit menschlicher Kontrolle.