Hinter den Kulissen
Wie das Unternehmen den J1600 baut und testet und welche Erfahrungen seine Entwicklungsphilosophie geprägt haben.
Die Gründungsgeschichte
Bevor Emil Hauch Jensen und Odin Kudahl Skovsted im November 2024 The Mobile Robot Company gründeten, hatten sie gemeinsam Projekte für Hunderte Kunden abgeschlossen und mehr als 10.000 Roboter bei internationalen Unternehmen aus den Bereichen mobile Robotik und Automatisierung in Betrieb genommen. Ihr Fazit: Roboterprojekte waren zu schwierig, zu langsam und zu komplex. Das Unternehmen wurde gegründet, um mobile Roboter konsequent auf das Bedienpersonal auszurichten sowie benutzerfreundlicher und flexibler zu machen. Weitere Informationen über das Team finden Sie unter Unternehmen.
Die Testeinrichtung in Kopenhagen
Das Unternehmen erprobt den J1600 in einem Demonstrations- und Testbereich in Kopenhagen unter bewusst realitätsnahen Bedingungen: absichtlich unebene Böden, wassergefüllte Prüflasten und verschiedene Versuchsaufbauten. Damit wird der Hubwagen unter den anspruchsvollen Bedingungen eines echten Lagers erprobt, nicht in einem Labor. Kunden können die Einrichtung für Vorführungen und Tests besuchen. Für einen Machbarkeitsnachweis können Maschinen zum Betrieb des Kunden gebracht werden. CTO Odin Kudahl Skovsted stellt die Einrichtung in einem Video vor.
Hergestellt in Dänemark
Der J1600 wird in Dänemark gefertigt. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Hvidovre.
Die Betriebsbesichtigung, die die Philosophie prägte
CEO Emil Hauch Jensen besuchte ein großes Cross-Docking-Zentrum eines E-Commerce-Unternehmens in Deutschland. Dieser Besuch beeinflusste die Philosophie „Flexibilität zuerst“ des J1600. Seine Beobachtungen:
- An fünf Wareneingangsrampen trafen Lkw in Abständen von etwa 10 Minuten ein;
- jedes Paket erhielt innerhalb von etwa 30 Sekunden nach dem Entladen einen internen Barcode und war fast sofort für den Verkauf verfügbar;
- Software traf Entscheidungen zum Durchsatz im Millisekundentakt;
- dennoch war nicht jeder Prozess automatisiert, und einige Robotersysteme wurden zugunsten zuverlässiger Förder- und Sortieranlagen schrittweise außer Betrieb genommen;
- kurze mechanisch bedingte Stillstände von weniger als 10 Minuten konnten mehrmals täglich auftreten;
- Layout, Materialfluss, Puffer und Artikelmix konnten sich mehrmals pro Woche ändern.
Das Fazit: Flexibilität und Robustheit sind selbst in hochautomatisierten Betrieben wirtschaftliche Notwendigkeiten. Diese Erkenntnis steht in direktem Zusammenhang mit Dual Mode — autonomes Fahren bei wiederkehrenden Fahrwegen und sofortige manuelle Steuerung, wenn sich die Bedingungen ändern.
Warum Menschen eingebunden bleiben
Die Entwicklungslogik des Unternehmens zeigt sich in zehn Situationen, in denen menschliches Situationsverständnis der Automatisierung überlegen ist: beschädigte Paletten erkennen, die Stabilität der Last beurteilen, das Verfangen von Stretchfolie verhindern, falsch abgestellte Paletten finden, beschädigte Waren erkennen, steile Überladebrücken befahren, sich auf stark frequentierten Hallenflächen bewegen, Dringlichkeit berücksichtigen, Routen einlernen und unnötigen Automatisierungsaufwand vermeiden. Die vollständige Begründung finden Sie unter Automatisierung mit eingebundenem Menschen. Die technischen Auswirkungen werden in den Technologiegeschichten beschrieben.