IFOY Award 2026
Der selbstfahrende Hubwagen J1600 gewann den IFOY AWARD 2026 in der Kategorie Industrial Truck of the Year. Das Ergebnis wurde am 26. Juni 2026 nach der Preisverleihung am 25. Juni 2026 in Stuttgart bekannt gegeben. Diese Seite beschreibt den Wettbewerb, das Bewertungsverfahren und die Gründe für die Auszeichnung des J1600.
Der Wettbewerb
IFOY steht für International Intralogistics and Forklift Truck of the Year. Unterstützt wird der Preis vom VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik sowie vom VDMA-Fachverband Robotik + Automation.
- 49 Produkte und Lösungen nahmen am Wettbewerb 2026 teil.
- 17 Finalisten absolvierten das mehrstufige IFOY Audit beim TEST CAMP INTRALOGISTICS in Dortmund.
- Eine unabhängige internationale Jury aus Fachjournalisten wählte die Gewinner aus.
- Der J1600 trat in seiner Kategorie gegen Produkte etablierter Flurförderzeughersteller an.
- Die Gewinner wurden in Stuttgart vor rund 150 Gästen aus Industrie, Wissenschaft, Politik und Medien bekannt gegeben.
Der J1600 trat in der Bewerberkategorie „Warehouse Truck lowlifter“ an.
Zeitplan
| Datum | Schritt |
|---|---|
| 29. Januar 2026 | Der J1600 wird als IFOY-Finalist bekannt gegeben. |
| 15.–17. April 2026 | IFOY Audit und Test beim TEST CAMP INTRALOGISTICS in Dortmund. |
| 16. April 2026 | Der J1600 erhält das Best in Intralogistics Certificate. |
| 25. Juni 2026 | Preisverleihung in Stuttgart. |
| 26. Juni 2026 | Der J1600 wird zum Industrial Truck of the Year 2026 gekürt. |
So wird der Preisträger ermittelt
Die Finalisten durchlaufen beim TEST CAMP INTRALOGISTICS ein dreiteiliges Verfahren:
- den praktischen IFOY Test;
- den wissenschaftlichen IFOY Innovation Check;
- die Bewertung durch die internationale Jury.
Bei diesem Verfahren wird jeder Finalist mit vergleichbaren Lösungen auf dem Markt verglichen. Die Finalisten werden nicht lediglich untereinander in eine Rangfolge gebracht.
Beobachtungen aus dem Test
Der J1600 hatte während des IFOY Audit seinen ersten öffentlichen Auftritt. Die Tester ordneten ihn zwischen einem herkömmlichen elektrischen Hubwagen und einem autonomen mobilen Roboter ein. Eine Aufgabe wird auf dem Display erstellt oder ausgewählt und durch Drücken einer physischen Taste bestätigt. Der J1600 wechselt erst dann in den Autonommodus, wenn das Bedienpersonal die Umgebung dafür als bereit beurteilt.
- Navigation: 3D LiDAR SLAM auf einem industriellen NVIDIA-Jetson-KI-Computer; dreidimensionale Karten und Hindernisvermeidung; Erfassung von Umgebungsmerkmalen in Höhen von bis zu 70 m über dem Fahrzeug; keine baulichen Veränderungen; unter komplexen oder wechselnden Bedingungen zuverlässiger und präziser als herkömmliche 2D-Verfahren.
- Sicherheit: zwei Sicherheits-LiDAR-Sensoren vorn und hinten; Not-Halt-Funktionen und zertifizierte Komponenten; ein vollständiges 360-Grad-Schutzfeld; drei blaue Leuchtstreifen zur Anzeige des aktuellen Schutzbereichs; ein Schutzfeld, das sich mit zunehmender Fahrgeschwindigkeit vergrößert. Siehe Funktionsweise der Sicherheit des J1600.
- Benutzerfreundlichkeit und Skalierbarkeit: keine umfangreiche IT-Integration; bei Auslieferung einsatzbereit; etwa 30 Minuten Einweisung; unbegrenzt viele gespeicherte Absetzpositionen; Palettenaufnahme immer manuell; Einlernen und Wiederholen, VDA 5050 und API-Unterstützung; ein kontinuierlich aktualisiertes Umgebungsmodell; Rückkehr oder Weiterfahrt zu einer anderen Position nach Abschluss einer Aufgabe.
Das Testergebnis: Das Fahrzeug erfüllt den Bedarf an flexibler Automatisierung, ohne die Kosten oder die Komplexität eines Großprojekts zu verursachen. Wiederkehrende Transporte können automatisiert werden, während ein manueller Eingriff jederzeit unmittelbar möglich bleibt. Dieser Ansatz ist besonders einfach und vergleichsweise kostengünstig.
Warum der J1600 gewann
Die wichtigsten Gründe für die Auszeichnung:
- eine neue Produktklasse zwischen manuell bedienten Hubwagen und klassischen fahrerlosen Transportfahrzeugen (AGV);
- manueller und autonomer Betrieb im Dual Mode;
- niedrige Einstiegshürde bei der Implementierung und intuitive Bedienung;
- Navigation mit 3D LiDAR SLAM und eine mehrstufige Sicherheitsarchitektur;
- jederzeitige unmittelbare Übernahme durch das Bedienpersonal;
- bis zu 80 % weniger manuelle Arbeit bei wiederkehrenden Transporten;
- Eignung für kleine und mittlere Unternehmen sowie Standorte im Einschichtbetrieb;
- optionale Integration mit Skalierung über VDA 5050 und API bei Bedarf.
Der Innovation Check bezeichnete den J1600 als „bahnbrechende Lösung“ für die
Intralogistikautomatisierung mit niedriger Einstiegshürde. Funktionalität und
Umsetzung wurden mit ++ bewertet, Neuheitsgrad, Kundennutzen und
Marktrelevanz mit +. Die vollständige Bewertung finden Sie im
IFOY Innovation Check.
Bedeutung
Der Gewinn war der Erfolg eines Herausforderers: The Mobile Robot Company wurde im November 2024 gegründet und gewann weniger als zwei Jahre später mit seinem ersten Produkt einen bedeutenden internationalen Logistikpreis. Dabei trat das Unternehmen gegen etablierte Flurförderzeughersteller an. Zum Zeitpunkt der Auszeichnung hatte das Unternehmen Vertriebspartner in acht Ländern.
Veranstaltungsaufnahmen und die im Zeitraum der Preisverleihung entstandenen Videos finden Sie unter Veranstaltungsvideos.